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Modellbahn von
Anfang an - Folge3
Jetzt
geht es ans Ausgestalten unserer kleinen Anlage.
Doch vorweg noch eine Bemerkung zum Gleisplan. Einige
kleine Änderungen haben wir vorgenommen: Und zwar
wurde die Brücke nach dem Tunnel weggelassen, weil
einfach kein Platz dafür da war. Und hineinpressen
wollten wir sie auch nicht, also weg damit. Sollten
Sie die Anlage so oder ähnlich nachbauen, dann
können Sie ja eine hängende Schlucht einbauen.
Das funktioniert so: Die Brücke ist zusammen mit
der Grundplatte Höhe 0. Den Rahmen der Anlage schneiden
Sie auf die Länge der Brücke aus, und bauen
einen Hilfsrahmen nach unten an.
Danach verkleiden Sie den Bereich unter der Brücke
mit Drahtpapier wie es von Noch und Busch angeboten
wird, gestalten die Landschaft grob mit Vlies. Wenn
alles trocken ist, gehen Sie an die Feingestaltung mit
Felsspachtel und Grasflocken oder ähnlichem. Aber
bei unserer Anlage haben wir das weggelassen unter anderem
wegen der besseren Transportfähigkeit. Auch im
Hinblick auf die spätere Verwendung in einem Kinderheim.
Wenn Sie einen Platz wissen für die Anlage, dann
schreiben Sie uns.
Aber nun bauen wir weiter.
Der Berg
Einen
maßstäblichen Berg oder Gebirge werden Sie
wahrscheinlich niemals bauen. Ein Hügel von 87m
würde im Maßstab H0 schon 1m hoch. Und in
natura ist das ein kleiner Hügel. Vielmehr sollten
Sie darauf achten, dass die gesamte Anlage harmonisch
wirkt. Negatives Beispiel: Hochseehafen mit Anschluß
zur Bergbahn! Egal was Sie bauen, achten Sie darauf
dass alles in sich geschlossen wirkt.
Aber nun weiter bei unserer
Anlage.
Wir
fangen an, den Berg zu bauen. Bei den meisten Tunnelportalen
liegt der Packung ein Stückchen Mauerplatte bei,
um den Tunneleingang zu gestalten. Kleben Sie diese
Mauerplatte an das Portal und malen den Boden der Tunneleinfahrt
dunkel an. Für die Befestigung der Portale schneiden
wir uns kleine Holzleisten zurecht, die auf der Anlagengrundplatte
befestigt werden; mit etwas Holzleim oder Schrauben.
Daran kleben wir die Portale, und spannen darüber
nun das Drahtpapier. Zum Befestigen tackern wir es an
den Holzleisten und an der Grundplatte fest. Nicht vergessen,
bei größeren Tunnels unbedingt eine Öffnung
vorsehen, um entgleiste Wagen zu bergen. Bei unserer
Anlage haben wir aus Zeichenkarton eine Tunnelröhre
gebastelt um bei eventuellen Entgleisungen die entsprechenden
Wagen aus dem Tunnel schieben zu können. Diese
Methode ist zwar eher unüblich, aber aus Gründen
der Stabilität wählten wir diesen Weg. Sollten
Sie aber einen Zugang zum Tunnel vergessen, dürfen
Sie sicher sein, dass, auch bei bester Schienenverlegung,
ihr Lieblingswaggon oder die beste Lok im Tunnel einen
Unfall hat.
Auf das Drahtpapier verlegen
wir nun unser Vlies. Nach Anleitung ins Wasser tauchen
und aufs Drahtpapier legen und glattstreichen. Die Schienen
im Tunnel decken wir, soweit noch gut zugänglich,
mit etwas Zeitungspapier und Klebeband ab. Wir lassen
nun alles trocknen und widmen uns dem Begrünen.
Größere Flächen
lassen sich hervorragend mit Grasmatten von Noch oder
Busch gestalten. Diese sehen schon realistisch aus,
aber um die Sache nicht eintönig wirken zu lassen
gehen wir wie folgt vor.
Kleben
Sie nie die ganze Fläche auf einmal mit der Grasmatte
zu. Schneiden Sie kleine Stücke ab und kleben Sie
sie auf. Dazwischen streuen Sie andersfarbiges Streumaterial
oder Flocken um die ganze Sache etwas aufzulockern.
Zum Aufkleben der Grasmatten und der Flocken verwenden
wir den Noch Grasleim, und die Flocken fixieren wir
zusätzlich noch mit Sprühkleber. An den Stellen
wo später Bäume wachsen sollen darf das Grün
ruhig etwas dunkler, auf der freien Wiese etwas heller
sein. Es gibt auch spezielles Streu für Waldboden
und Sommerwiese und und und......
Aber durch unsere Kataloge
haben wir ja einen sehr guten Überblick über
das Angebot.
Nachdem wir eine Nacht
darüber geschlafen haben, ist das Werk vom Vortag
nun trocken und wir können weiterbauen.
Der
Berg sieht schon recht passabel aus. Den letzten Schliff
bekommt er durch Felsspachtel und Felsstücke, die
wir in die feuchte Spachtelmasse eindrücken. Genaue
Verarbeitungsanleitungen entnehmen Sie bitte den Verpackungen.
Nachdem die Spachtelmasse trocken ist, begrünen
wir den Berg und lassen Bäume wachsen. Kleine Büsche
und ein Wanderweg auf den Gipfel lockern die Szenerie
etwas auf.
Den
Bereich um den Berg und um das Abstellgleis mit der
Bekohlungsanlage gestalten wir mit Streufasern und im
Bereich der Bekohlungsanlage legen wir noch einen Weg
an. Schließlich müssen ja unsere Modellmännlein
zur Arbeit gelangen. Etwas abseits der Bekohlung stellen
wir die große Eiche von Noch auf. Bei diesem hübsch
gestalteten Baum ist ein Baumhaus für die Kinder
angebaut. Darunter stellen wir noch einige spielende
Kinder und schon haben wir eine Ecke unserer Anlage
fast fertiggestellt. Ein Kind ist beim Spielen vom Baum
gefallen und hat sich den Fuß gebrochen. Sein
Freund hat den Notarzt gerufen, der mit Blaulicht und
Sirene sofort angebraust kam.
Solch kleine Szenen machen
den Reiz einer Anlage aus. Lassen Sie sich etwas einfallen
und gestalten ihre Modellbahn individuell.
Die Gebäude
Zusammengebaut
und eventuell farblich verändert haben wir schon
alle Häuser. Nun stellen wir alle Gebäude
probehalber auf, um zu sehen wie alles wirkt. Schon
auf den ersten Blick stellen wir fest, dass der Bahnhof
und der Güterschuppen zu niedrig sind. Bedingt
durch das Schotterbett der Roco-Line Gleise. Also müssen
wir unterlegen. Dazu eignet sich hervorragend der Wabenkarton
den die Fa. Busch anbietet. Nicht zu schwer und doch
stabil. Außerdem läßt sich dieser gut
verarbeiten und von der Höhe passt er ausgezeichnet.

Den Übergang zur Grundplatte
gestalten wir wieder mit Spachtelmasse. Nach dem Trocknen
der Spachtelmasse stellen wir unsere Gebäude auf.
Wenn Sie alles beleuchten wollen, sollten sie jetzt
unter den Häusern die Löcher für die
Kabel bohren. Und ganz wichtig, lassen Sie sich eine
Möglichkeit offen, um einmal defekte Birnen zu
tauschen. Es gibt mehrere Möglichkeiten dazu. Sie
können die Gebäude nur lose aufstellen, was
außerdem den Vorteil hat, Gebäude mit ungefähr
gleicher Grundfläche mal austauschen zu können
und um der Anlage ein anderes Gesicht zu geben. Oder
Sie können das Loch in der Grundplatte so groß
bohren, dass bequem der ganze Beleuchtungssockel durchpasst.
Fixiert wird alles mit einem Streifen Klebeband, wobei
das Loch in der Grundplatte mit einem passend zugeschnittenen
Karton geschlossen wird. Sie können aber auch das
Dach nur lose auflegen, um von oben die Birnen wechseln
zu können. Was aber aufgrund der in den Gebäudebausätzen
mitgelieferten Einsätze nicht ganz unproblematisch
sein dürfte. Nachdem alle Gebäude ihren Platz
gefunden haben, lehnen wir uns zurück und sehen
uns unser Werk noch mal an.
Die
Häuser haben ihren Platz gefunden, nun gestalten
wir die Fläche beim Güterschuppen. Die Zufahrt
zum Güterschuppen besteht aus Sand und Splitt.
Um den Schuppen herum liegen allerlei Kisten und auch
etwas Müll und Gerümpel. Die Fläche neben
dem Schuppen gestalten wir wieder mit verschiedenen
Streufasern und Flocken. Kleine Büsche lockern
das ganze etwas auf. 
Der Wasserturm steht etwas
erhöht neben dem Bahnhof. Ein kleiner Weg führt
vom Bahnhof dorthin. Um den Wasserturm wachsen wieder
die verschiedensten Gräser, wobei unter dem Wasserturm
nur Erde ist. Die Fläche, die wir begrünen
wollen, wird wieder mit Weißleim eingestrichen,
und nach dem Trocknen mit Sprühkleber zusätzlich
fixiert. Aber vorsicht bei den Weichen, denn verklebte
Weichenzungen sind nicht mehr zu gebrauchen und führen
meist zum Austausch der Weiche. Was unseren Etat wieder
sehr belasten würde.
Überschüssiges
Material saugen wir vorsichtig ab. Dazu stellen wir
den Staubsauger auf die niedrigste Stufe und stülpen
über das Staubsaugerrohr eine dünne Socke.
So können wir das abgesaugte Material wieder verwenden.
Der Bereich um den Güterschuppen
ist nun auch fertig.
Nicht vergessen, zwischendurch
mal wieder mit der Eisenbahn spielen.
Das war's für diesen
Monat. In der nächsten Folge gehen wir so ziemlich
zum Endspurt über. Wir verlegen noch die Strasse,
richten einen Bahnübergang ein und beleben unsere
Anlage mit Figuren und Fahrzeugen. In der nächsten
Folge stellen wir Ihnen auch alle Szenen vor die unsere
Anlage beleben.
Alexander
Schleberger
alexander.schleberger@modellbahnportal.de
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